Krankenkassen müssen Echthaarperücken bei Frauen bezahlen

Die Krankenkasse muss bei einer Frau mit Haarausfall nicht nur ein Kunsthaarteil, sondern vielmehr eine maßgeschneiderte Echthaarperücke bezahlen. Dies liegt daran, dass Haarverlust bei einer Frau als Behinderung angesehen wird. Die Krankenkasse ist verpflichtet, Versicherten Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die diese Behinderung ausgleichen. Im vorliegenden Fall kann das entscheidende Gericht zu der Ansicht, dass hierzu nur eine Echthaarperücke geeignet wäre.

 

Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 26.03.2019, Az. L4 KR 50/16

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